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Wer wir sind

Das Bildungsnetzwerk Aue wurde im September 2010 von sechs Umweltbildungseinrichtungen und zwei Hochschulen gegründet und umfasst zur Zeit 31 aktive Mitglieder an insgesamt 18 Standorten in ganz Deutschland, die auf der interaktiven Karte positioiniert sind.

Gründungstreffen in Xanten 2010

Auf Initiative von Herrn Prof. Dr. Ulrich Riedl von der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Höxter und auf Einladung durch Herrn Dipl. Ing. Wilfried Schulze vom Regionalverband Ruhr RVR Ruhr Grün (Essen) trafen sich am 9. und 10. September 2010 Vertreterinnen und Vertreter aus Umweltbildungseinrichtungen mit fluss- und auenökologischem Schwerpunkt zu einem Informationsaustausch im NaturForum Bislicher Insel in Xanten, um über Bedarf und konkrete Möglichkeiten einer Zusammenarbeit im Bereich der auenbezogenen Umweltbildung zu diskutieren.

Erste Kooperationsvereinbarung

Am Ende der Veranstaltung wurde eine erste Kooperationsvereinbarung zum Aufbau des "BildungsNetzwerk Aue" getroffen, in der die Unterzeichner ihre Absicht bekundeten, einen regelmäßigen Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch über praktische Bildungsangebote mit Bezug zu Auenökologie, Biodiversität, Natur-, Arten- und Prozessschutz in Auen sowie nachhaltiger Auennutzung (u.a. Wasser-, Land- und Forstwirtschaft) zu organisieren. Sie taten dies aus der Überzeugung, dass die verbliebenen dynamischen Auen-Ökosysteme, für die in Deutschland und Europa eine besondere Naturschutz-Verantwortung besteht (EU-Wasserrahmenrichtlinie, FFH-Richtlinie etc.), in ganz besonderer Weise einer kreativen Umweltbildungsarbeit bedürfen, um die Konzepte des Prozessschutzes sowie einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Landnutzung zu vermitteln. Hierdurch soll in einer breiten Öffentlichkeit Verständnis und Akzeptanz für Auenrenaturierungsmaßnahmen oder Auenredynamisierung entwickelt werden. Die vielerorts begonnenen oder erfolgreich realisierten Redynamisierungsprojekte von Flussabschnitten können dabei veranschaulichen, wie die in der Vergangenheit vielfach überformten Flüsse und Auen einen zukunftsfähigen Neustart erhalten können – zur Erhaltung und Entwicklung der Biodiversität und zur Entfaltung der vielfältigen Wohlfahrtswirkungen dieser Ökosysteme.

Als multifunktionale Ökosysteme bieten naturnahe Auenbereiche dem Menschen vielfältige Dienstleistungen. Als komplexe und variable Lebensräume bilden sie die Basis für den Schutz und die Entwicklung naturnaher und natürlicher Strukturen und Eigenschaften - auch über die Grenzen des Auenbereichs hinaus. Zu den wichtigsten Funktionen zählen: naturnaher Hochwasserrückhalt, ästhetische Räume für landschaftsgebundene extensive Erholung, hot-spots der Biodiversität, wichtige Lebensräume und Wanderkorridore im Gewässer-Auen-Verbund, Grundwasseranreicherung und –filterung, Nährstoff- und Sedimentrückhalt oder CO2-Speicherung. All dies sind Themen für die Umweltbildung, die auch auf andere terrestrische und semiterrestrische Ökosysteme und Landschaften sowie auf urbane Räume übertragbar sind und die in Programme, Konzepte und Maßnahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung integriert werden können.

Daher wurden folgende Initiativen beschlossen:

- die Einrichtung eines kontinuierlichen Wissenstransfers zur Auenökologie, insbesondere von aktuellen Ergebnissen aus eigenen oder begleiteten Forschungen, Redynamisierungs- und Monitoring-Projekten,

- die Präsentation erfolgreicher Naturschutzprojekte in Auen (insbesondere im Kontext der EU-WRRL und der FFH-RL),

- ein ausführlicher Erfahrungsaustausch über bewährte und zu erprobende, didaktische Ansätze und Methoden im Kontext einer Bildung für nachhaltige Entwicklung in Auen,

- eine gegenseitige Unterstützung bei überregionalen Aktionen und Initiativen zur Verbesserung der Fließgewässer und ihrer Auen,

- um eine flächendeckende Bildungsarbeit anbieten zu können, sollen weitere Einrichtungen mit demselben thematischen Schwerpunkt für das Bildungsnetzwerk gewonnen werden, so dass aus möglichst jedem bundesdeutschen oder grenzüberschreitenden Flussgebiet mindestens eine Informations- und Bildungseinrichtung aktiv im Netzwerk beteiligt ist.

Die ausführliche und wortgetreue Kooperationsvereinbarung steht als > pdf-download < zur Verfügung.

Zweite Kooperationsvereinbarung

Auf dem Treffen in Höxter-Corvey 2015 wurde festgestellt, dass die mit der ersten Kooperationsvereinbarung angestrebten Ziele und konkreten Schritte weitestgehend erreicht wurden. Auch die in der Regel halbjährlich erscheinende Newsletter waren für alle Partner von großem praktischen Nutzen. Daher wurden in einer zweiten Kooperationsvereinbarung (> download pdf >) unter anderem folgende nächste Schritte vereinbart:

die Verstetigung und der Ausbau des Wissenstransfers und Erfahrungsausstausches durch verbesserten Internetauftritt und regelmäßige Newsletter,

die qualitative Erweiterung des Netzwerkes durch Einwerbung weiterer aktiver Mitglieder aus bisher nicht repräsentierten Flussgebieten, auch aus den angrenzenden Ländern,

das Generieren eines Leitbildes,

die Kooperation bei der Evaluierung der Info- und Bildungszentren,

das Einbringen von Projekten in die Bundesinitiative Blaues Band.

Jahrestreffen

2011: Auenzentrum Neuburg/Ingolstadt an der Donau

2012: Europäisches Zentrum für Auenökologie, Umweltbildung und Besucherinformation auf Burg Lenzen an der Elbe

2013: Infohaus Isarmündung bei Deggendorf

2014: Infozentrum Schatzinsel Kühkopf in Stockstadt am Rhein

2015: Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Höxter-Corvey an der Weser

2016: Brandenburgische Akademie Schloss Criewen an der Oder

2017: Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört

2018: Mooseum in Bächingen (Vorankündigung)

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